Purer Lebenswille

Über

Ich bin wie Du! Ein Mensch mit Emotionen, Passionen und Leidenschaft.

 

Meine Leidenschaft gehört unter anderem meinen Katzen. Insbesondere Emilio, mit dem mich ein enges Band verknüpft. Er hat mich gelehrt Geduld zu bewahren, Hoffnung zu hegen, wo keiner Hoffnung schenkt und den Glauben an den Lebenswillen zu behalten.

Hier ist Emilios Geschichte eines Lebens, das mit einem kleinen Handicap begann und fast mit dem Tode endete.

Alter: 50
 


Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
hatte ich Traeume, die ich jetzt immer noch lebe.

Wenn ich mal groß bin...:
werde ich nie werden, denn nur mit den Augen eines Kindes sieht man die Wunder der Welt

In der Woche...:
erwarte ich einen Sonnenstrahl, der das Dunkle durchbricht.

Ich wünsche mir...:
Mehr Menschen mit Humor, das Leben ist verbissen genug.

Ich glaube...:
an vieles.

Ich liebe...:
das Leben, eine groessere Herausforderung gibt es wohl kaum.

Man erkennt mich an...:
dem Widerstand, den man zunaechst ueberwinden muss, um mich wirklich kennen zu lernen.

Ich grüße...:
meine Feinde und meine Freunde.



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Blog

Fortsetzung von Emilios Geschichte

Meine Welt ist groß und sehr lebendig.
So lebendig, dass ich ganz aufgeregt bin. Wenn man, wie ich, lange Zeit auf die Jagd verzichten muss, ist die ganz anders entwickelt. Jedes Geräusch wird zum Abenteuer, bewegt sich das Abenteuer, ist es noch mal so spannend.

Der Garten ist mein Revier. Die fliegenden Snacks sind mein angestrebtes Ziel, aber die sind ja so raffiniert. Verstecken sich einfach da, wo ich ganz und gar nicht herankommen kann. Ganz gemein ist das Zwitschern und Piepen, ich ahne, wo sie sind und weiß genau, dass meine Freunde und ich gar keine Chance haben. Obwohl, wenn ich so darüber nachdenke…….sie sehen nett aus, so frisch und lecker. Irgendwie muß ich sie doch herlocken können. Ich mach mich einfach mal ganz klein, dann sehen sie mich und ich......

Manno, träumen darf man doch wohl. Psssst, nicht verraten, Frauchen sieht das natürlich ganz anders. Immer, wenn ich den Fliegern nachschaue, erzählt sie mir, dass es verboten ist, Vögel zu fangen. Meine Dosi ist eine echte Spaßbremse

Letzte Woche habe ich mich ganz schön blamiert. Eine Maus hat über mich gelacht. Nicht hinter vorgehaltener Pfote, nein, so aus dem Bauch heraus und ganz laut, so, dass es auch jeder hören kann.

Angefangen hat es mit einem Rascheln, gegenüber von meinem Kissen. Das waren nicht die Blätter, sondern unregelmäßig, als würde mein Bruder Max seinen Pups vergraben. Natürlich habe ich sofort die Ohren gespitzt, denn Max war gar nicht in der Nähe. Das hörte sich nach einer fetten Maus an. Ganz leise setzte ich mich auf meine Pfoten und beugte meinen Oberkörper nach vorne. Ganz leise setzte ich ein Bein vor das Andere und versuchte, mich unsichtbar zu machen. Meinen Speichel, der sich in meinem Mäulchen sammelte hielt ich zurück. Das Schlucken ersparte ich mir, weil das laute Geräusche verursacht.

Das ist wie bei Euch, ihr seht was ganz Leckeres und müsst schlucken, nur euer Essen läuft nicht davon. Na, ja. Das mit dem unsichtbar sein hat nicht ganz funktioniert. Der Leckerbissen hat das gar nicht gemerkt. Meine Muskeln waren ganz straff, wie der Pfeil in einer Sehne. Es raschelt noch einmal. Da war sie, sie riecht ja so gut und mein Denken setzt aus. Jetzt hilft nur noch der Instinkt, ich will jagen, ich will das raschelnde Etwas------. Jetzt, jetzt springen. ---Meine Pfoten greifen nach der Beute, meinen Mund reiße ich ganz weit auf und möchte mit meinen Reißzähnen schnappen...

Häh? Reißzähne?

Welche Reißzähne? Wie blöde, es gibt ja gar keine Reißzähne mehr in meinem Leben. Seit dem Unfall bin ich quasi zahnlos. Wie doof ist das denn? Mein Kopf diktiert mir reinbeißen. Das Erlebnis ist ein anderes. Versucht habe ich es, das Ergebnis ist, eine nasse Maus, die sich sofort hinter ein Brett flüchtet. Ohh, ist das frustrierend. Nicht nur, dass ich keine Beute mehr fangen kann, dieses kleine Fellknäuel hat das sofort gemerkt und hinter dem Brett laut gelacht. Die erzählt das bestimmt weiter

Ein Chor lachender Mäuse, das hat mir noch gefehlt.

Die sollen sich nur ja vorsehen, ich petze bei meinen Brüdern. So…..
Und jetzt laufe ich in meine Höhle und jammere…….wenigstens ein Leckerchen ist mir sicher.

25.10.13 19:55, kommentieren

Fortsetzung Emilios Geschichte

 

Emilio war wieder fester, eigenständiger Bestandteil des Rudels. Das Rudel ist noch ein Thema für sich: Emilios Rudel besteht aus siebenGefährten. Auffallend war, dass sie ihm Ruhe gönnten, wo Ruhe angebracht war und ihn zum Spielen animierten, wenn er drohte, depressiv zu werden. Ist schon jemand auf den Gedanken gekommen, dass Tiere sich untereinander verständigen und genau wissen, intuitiv, was ein Rudelmitglied braucht? Unsere Übermutter der Kompanie, Abby, fühlte sich in der Verantwortung, sobald Emilio keine Windel mehr trug. So, als wolle sie sagen: „Du siehst jetzt wieder aus wie eine richtige Katze, jetzt versorge ich dich auch!“ Von da an trug sie Lebendfutter für Emilio und den Rest des Rudels ins Haus.

Bei der ersten Maus, die Abby vor Emilio fallen ließ, schaute er mich fast schon verlegen an: „Wie soll ich denn? Meine Zähne sind doch zerstört!“. Ich darf verraten, dass die Maus überlebt hat, völlig durchnässt, aber am Leben. Durch die Zersplitterung seiner Zähne kann Emilio seinem Beutetrieb nicht mehr so recht nachkommen. Ertränken kann er die Tierchen allemal mit seinem Speichel, aber richtig Beißen geht eben nicht mehr.


Übermutter Abby war es auch, die Emilio über die Katzenklappe nach draußen lockte. Als Emilio mich von außen darauf aufmerksam machte, wo er sich befand, war ich sehr aufgeregt und unsicher, wie ich mich verhalten sollte. Aber was sollte passieren? Emilio konnte nicht springen, und der Garten war eingezäunt. Emilio machte sich weniger Gedanken darum, er nahm sein Leben trotz seiner Einschränkungen auf. So sollte das auch sein.
http://www.youtube.com/watch?v=Do0G491jYik





25.10.13 13:07, kommentieren